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Maverick Buying

Überblick

Der Terminus des „Maverick Buying“ bezeichnet das Phänomen der „wilden“ oder „unkontrollierten“ Beschaffung von Waren und Dienstleistungen (Marketing. IT etc.) jenseits bestehender Liefer- bzw. Rahmenverträge. Durch dieses „Beschaffungsmanagement im Schatten des Vertragsdesigns“ können vertraglich koordinierte Potentiale zur Senkung von Kosten bei den beteiligten Akteuren und zur Optimierung der Supply Chain nicht voll ausgeschöpft werden.

Vielmehr werden unter der Überschrift „Maverick Buying“ betriebswirtschaftlich optimierte und zentral gesteuerte Beschaffungsprozesse durch dezentrale Einkäufe einzelner Organisationseinheiten unterwandert. Dadurch wird eine Aushandlung von Verträgen auf Unternehmensebene verhindert und die Kosten des Beschaffungsmanagements können nicht unmittelbar valide erhoben werden.

Konzept

Da sich Maverick Buying im Rahmen des Beschaffungsmanagements kostentreibend auswirkt, müssen entsprechende Konzepte darauf ausgerichtet sein, Maverick Buying zu verhindern. Ein erster Schritt sollte in dieser Hinsicht darauf ausgerichtet sein, Maverick Buying zu identifizieren und zu quantifizieren. Insbesondere, da tendenziell indirekte Beschaffungen (Hotelbuchungen, Software etc.) tangiert sind und entsprechende Mehrkosten regelmäßig nicht im Einkaufsvolumen bilanziert werden, stellt dies eine voraussetzungsvolle Aufgabe dar. Ein Ansatzpunkt besteht allerdings darin, den Anteil des Einkaufsvolumens an den über das Controlling erfassten Gesamtausgaben zu bestimmen.

Ergibt oder erhärtet sich der Verdacht von Maverick Buying-Aktivitäten, so ist eine Analyse der Ursachen zu betreiben, um zielgerichtete Maßnahmen für deren Einschränkung bzw. Unterbindung treffen zu können. Grundsätzlich erfolgen Einkäufe im Kontext des Maverick Buying nicht vorsätzlich im Sinne einer bewussten Schädigung des Unternehmens. So kann das Phänomen einzelfallabhängig als Ausdruck des Zweifels an der Leistungsfähigkeit des offiziellen Beschaffungsmanagements oder des tradierten Festhaltens an über lange Zeiträume etablierte Beziehungen zu bestimmten Lieferanten interpretiert werden. Zudem kann eine intransparente Unternehmenskommunikation Aktivitäten des Maverick Buyings fördern. In diesem Fall sind beispielsweise einschlägige Rahmenverträge an den zuständigen Stellen schlichtweg nicht bekannt.

Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen und im Einzelfall zu bestimmenden Ursachen ergeben sich unterschiedliche Maßnahmen, um Maverick Buying zu begegnen. Im Kern geht es dabei um eine Optimierung interner Informations- und Kommunikationsprozesse. So sollten alle Hierarchieebenen umfassend über die Existenz und den Anwendungsbereich relevanter Rahmenverträge sowie den betriebswirtschaftlichen Mehrwert einer zentralisierten Beschaffung unterrichtet werden. Dabei ist bei den Mitarbeitern das Verständnis für eine ganzheitliche Prozessbetrachtung zu schärfen, indem ihnen nachvollziehbar und praxisnah aufgezeigt wird, wie sich das Ansinnen, Einkaufskosten individuell senken zu wollen, unter Umständen im Gesamtsystem kostensteigernd auswirkt. Auch ist eine aktive Beteiligung von Mitarbeitern an der Instrumenten-Analyse des Beschaffungsmanagements anzustreben, um diese ggf. im Hinblick auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter weiterentwickeln zu können. Hinsichtlich einer Beteiligung von Mitarbeitern ist als vertrauens- und akzeptanzsteigernde Maßnahme auch deren Einbeziehung in einschlägige Vertragsverhandlungen anzudenken.

Mehrwert

Maverick Buying an sich beinhaltet für ein Unternehmen keinen betriebswirtschaftlichen Mehrwert. Vielmehr kann hierdurch das theoretische Leistungspotential des strategischen Beschaffungsmanagements nicht voll ausgeschöpft werden. Vor diesem Hintergrund sollte die Möglichkeit der Existenz von Maverick Buying-Aktivitäten im eigenen Unternehmen nicht beiseitegeschoben, sondern im Sinne der Optimierung des Beschaffungsmanagements berücksichtigt und offen diskutiert werden. Auch wenn Maverick Buying nicht immer komplett unterbunden werden kann, sind die diesbezüglich zu ergreifenden Maßnahmen nicht nur in betriebswirtschaftlicher Hinsicht ein zentraler Faktor. Durch ihre kommunikative und mitarbeiterzentrierte Ausrichtung sind sie zudem auch ein positives Spiegelbild der Unternehmenskultur.

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